Fachbereich IKG

Medienkompetenz für Eltern und Schüler

Medienkompetenz - Elternabend
 

15.11.2018

 

Die Vermittlung von Medienkompetenz ist vielleicht eine der wichtigsten Bildungsaufgaben unserer Zeit. Erfolgreich kann diese Arbeit nur sein, wenn Eltern und Schule zusammenarbeiten. Weder die Eltern noch die Schule können diese Aufgabe alleine bewältigen.

 

Wir wollen unsere Schülerinnen zu einem kompetenten und kritischen Mediennutzungsverhalten erziehen, um ihnen somit im Privat- und späteren Berufsleben einen Wissensvorsprung zu verschaffen. An unserer Schule werden die Schülerinnen bereits ab der fünften Jahrgangsstufe im IKG-Unterricht im Umgang mit Computern geschult (IKG = Informations- und Kommunikations-technische Grundbildung). Zudem erlernen die Schülerinnen im Fach Tastschreiben über zwei Schuljahre das 10-Finger-Schreiben.

Darüber hinaus befasst sich auch das Fach Gesellschaft und Medien (Jahrgangsstufen 5 und 6) mit der Vermittlung von Medienkompetenz.

 

Das Hessische Kultusministerium hat daher vor einigen Jahren die Fortbildungsreihe zur Jugendmedienschutzberatung ins Leben gerufen - mit dem Ziel an jeder Schule eine Lehrkraft zu haben, die sich mit der Thematik auskennt, auseinandersetzt und die Förderung von Medienkompetenz an der Schule voran treibt.

 

Seit meiner Teilnahme an dieser Fortbildungsreihe führe ich jährlich Informations-Elternabende für die Eltern der neuen Fünftklässlerinnen durch - in diesem Schuljahr am 13.11.2018. Zudem ich in meiner Funktion der Jugendmedienschutzberatung als Ansprechpartnerin und Koordinatorin für den Bereich Medienkompetenz zur Verfügung. Mein Aufgabengeiet umfasst vor allem die Prävention.

 

Im Unterricht wird häufig auch das Medium Internet genutzt. Dies erfolgt vor allem im Computerraum oder über unsere Laptops. Zudem verfügen viele Schülerinnen über eigene mobile internetfähige Geräte, die auch (natürlich ausgeschaltet!) mit in die Schule gebracht werden dürfen. Viele Lehrkräfte erlauben zu geeigneten Zeitpunkten den Einsatz dieser Geräte für unterrichtsbezogene Recherchen.
Wir möchten die Chancen des Internets nutzen, aber auch für die davon ausgehenden Gefahren sensibilisieren.

 

Die Eltern erhielten bei der Informationsveranstaltung wertvolle Tipps zur Internet- und Mediennutzung ihrer Kinder und wurden auf zahlreiche Gefahrenquellen aufmerksam gemacht. Anhand ausgewählter Beispiele wurde versucht, bewusst zu machen, wie schnell versehentlich sensible Daten freigegeben werden. Apps wie Snapchat, TikTok (früher Musical.ly) oder Instagram bieten nicht nur tolle Unterhaltungs- und Kommunikationsmöglichkeiten sondern lockenbeispielsweise leider auch Pädophile an. Zudem werden die Rechte an den versendeten Bildern häufig abgetreten (Bsp. Snapchat), worüber sich kaum einer im Klaren ist.

 

Die Eltern ergänzten den Vortrag mit eigenem Wissen, Erfahrungen und Tipp. Ich hoffe, einen guten Überblick über die Thematik vermittelt zu haben, praktikable Tipps und gute Adressen an die Hand gegeben zu haben und vor allem das offene Gespräch zu Hause über die Thematik gefördert zu haben und danke für das positive Feedback.

 

Dem vielfachen Elternwunsch nach einer Informationsveranstaltung für die Schülerinnen werden wir versuchen nachzukommen. Dies wäre sicherlich eine gute Ergänzung zur Medienkompetenzförderung in Gesellschaft und Medien und IKG.


P. Freudl


 

"Crashkurs Medienerziehung"

"Crashkurs Medienerziehung"
 

Auch im Schuljahr 2016/17 fand für die Eltern der Fünftklässlerinnen ein Infoabend zur Mediennutzung statt. Am 09.11.2016 versuchte Frau Freudl in einem „Crashkurs Medienerziehung“, auf die wichtigsten Probleme und Risiken rund um die Nutzung von Smartphones und Internet aufmerksam  zu machen und Handlungstrategien anzubieten. Neue Apps wie Musical.y oder You Now ziehen mit großer Geschwindigkeit über Smartphones in die Kinderzimmer ein. Die Kinder und Jugendlichen sind den Erwachsenen häufig einen Schritt voraus. Dennoch ist es wichtig, die Gefahren zu kennen und sie zu thematisieren.


 

Medienprojekttage

Cybermobbing

In der vorletzten Schulwoche des Schuljahres 2015/2016 fanden in den beiden siebten Klassen jeweils zwei Projekttage zur Mediennutzung statt. Der Fokus wurde hierbei auf das Thema Cybermobbing gelegt.

Auch in diesem Schuljahr durften die Schülerinnen die Thematik anschließend in Form eines Handyclips umsetzen. Die Schülerinnen waren mit großer Begeisterung und Engagement bei der Sache. Mit Hilfe des kostenlosen Programms „Movie Maker“ setzten sie die vielen einzelnen Szenen zu einem kleinen Clip zusammen. Vorspann und Abspann, Videoeffekte und Musik rundeten die Clips ab. Bei ihrer Arbeit spielte zudem das Beachten des Urheberrechtsgesetzes und das Verwenden von "freier Musik“ unter der CC-Lizenz (Creative Commons) eine Rolle.


 

Infoabend zur Mediennutzung

Infoabend zur Mediennutzung
 

Am 09.11.2015 machte Frau Freudl (Jugendmedienschutzberatung) in einem „Crashkurs Medienerziehung“ die Eltern der Fünftklässlerinnen auf vielfältige Probleme und Risiken rund um die Nutzung von Smartphones und Internet aufmerksam und versuchte alltagstaugliche Tipps und Handlungsempfehlungen zu vermitteln.


 

Medienprojekttage

Medienprojekttage
 

WhatsApp

17.07.2015

In der vorletzten Schulwoche fanden in den beiden siebten Klassen jeweils zwei Projekttage zur Mediennutzung statt. Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die aktuell beliebteste App der Schülerinnen: WhatsApp. Nach einer kleinen Klassen-Umfrage wurde zunächst einmal gründlich erörtert, was die Schülerinnen an WhatsApp so lieben und was sie stört oder nervt. Auf einige Probleme, die den Schülerinnen noch nicht bewusst waren, wurde bei dieser Gelegenheit aufmerksam gemacht. Insbesondere dem Thema Cybermobbing wurde große Aufmerksamkeit  geschenkt. In Kleingruppen formulierten die Schülerinnen Regeln, die sie im Umgang mit WhatsApp für nötig und sinnvoll halten. Die ganze Klasse wählte anschließend die wichtigsten Regeln aus.Die Schülerinnen nutzten ihre Smartphones, um die Strahlungsintensität (SAR-Wert) ihrer Handys zu ermitteln und einzuordnen. Einige staunten nicht schlecht über die anschließende Demonstration einer Strahlenschutzhülle.

Das Highlight der beiden Projekttage stellte jedoch das Erstellen von Handyclips dar. Zum Rahmenthema „Mein Smartphone und ich“ wurden zunächst in Kleingruppen Storyboards geschrieben und die Drehorte und Requisiten für den nächsten Tag geplant.

Mit großer Begeisterung und viel Engagement schlüpften die Schülerinnen dann am Drehtag in verschiedene Rollen: Schauspieler, Kamerafrau, Regie, Schnitt, Maske …

Nach dem Dreh wurde im Computerraum mit dem kostenlosen Programm „Movie Maker“ aus den vielen einzelnen Szenen ein kleiner Clip zusammen geschnitten. Vorspann und Abspann, Videoeffekte und Musik machten die Clips zu kleinen Kunstwerken. Hierbei beachteten die Schülerinnen das Urheberrechtsgesetz und suchten im Internet nach „freier Musik“ unter der CC-Lizenz (Creative Commons).

Die Clips handeln von Cybermobbing, Handysucht oder bösem Erwachen beim Treffen mit WhatsApp-Kontakten. Bei ihrer Arbeit stellten viele Schülerinnen fest, wie viel Zeit hinter ein paar Filmminuten steckt und wie schwer es ist, als Schauspieler nicht loszulachen, wenn man ernst oder traurig wirken soll.

Im Anschluss an die Projekttage fand ein Elternabend zur Mediennutzung statt, bei dem die Videoclips präsentiert wurden. Leider kamen aufgrund der Hitze nur wenige der angemeldeten Eltern.

Die Resonanz der Schülerinnen war jedoch so positiv, dass im nächsten Jahr wieder ein ähnliches Projekt organisiert wird.


P. Freudl


 

Gefahren erkennen

neue Medien
 

12.11.2014

Elternabend zum Thema "neue Medien"

Gefahren erkennen

Am 12.11.2014 fand in der Aula der St. Josef Mädchenrealschule ein Elterninformationsabend zum Thema „neue Medien“ statt. Frau Freudl, die seit dem letzten Schuljahr für die Jugendmedienschutzberatung an der Schule zuständig ist, hatte alle Eltern der Fünftklässler zu dieser Veranstaltung eingeladen. Ziel war es, das Gespräch über „neue Medien“ auch zwischen Eltern und Kindern zu eröffnen. In einer ausführlichen Präsentation wurden die Eltern auf viele mögliche Risiken (Gewalt, Pornografie, Rechtsverletzungen, Mobbing, …) aufmerksam gemacht. Viele Eltern vermuten nicht, dass ihre Kinder schon aktiv im Netz unterwegs sind und unterschätzen die Gefahren, denen heutzutage die Kinder und Jugendlichen ausgesetzt sind.  An konkreten Beispielen konnte Frau Freudl den Eltern veranschaulichen, wie schnell mit wenigen Klicks besonders junge Mädchen auf unseriöse Seiten gelangen können. Durch konkrete Tipps und Handlungsstrategien, die die Medienschutzbeauftragte den Eltern mit auf den Weg geben konnte, lassen sich viele Probleme vermeiden.

Fast alle Eltern gaben nach der Veranstaltung die Rückmeldung, viele wertvolle Informationen erhalten zu haben, die sicherlich ihr Verhalten beeinflussen werden. „Ich war doch erstaunt zu erfahren, wie viele Gefahren da draußen im Netz auf mein Kind lauern. Ich werde definitiv ab jetzt genauer hinschauen“, so eine Mutter einer Fünftklässlerin. Die St. Josef Mädchenrealschule nimmt die Aufgabe der Vermittlung von Medienkompetenz sehr ernst. Doch die im Curriculum inzwischen fest verankerten ausführlichen Lerneinheiten zu dieser Thematik sowie Medien-Projekte alleine reichen nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. Nur durch eine Zusammenarbeit von Eltern und Schule lassen sich beispielsweise Sexting oder hohe Schadensersatzforderungen durch Rechtsverletzungen hoffentlich vermeiden. Durch diesen Abend sind wir diesem Ziel sicher etwas näher gekommen. Aufgrund der positiven Resonanz planen wir jährliche vergleichbare Veranstaltungen für die Eltern der fünften Jahrgangsstufe sowie eine aufbauende praxisorientiertere Veranstaltung in der siebten Jahrgangsstufe. Hier soll neben der Präsentation eines Medienprojektes auch Raum zum intensiven Austausch geschaffen werden.